WIK Salto H-101

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Das Segelflugzeug Salto  H-101  wurde von Ursula Hänle entworfen, der damaligen Ehefrau des Schöpfers der Glasflügel-Flugzeuge, Eugen Hänle. Der Erstflug fand am 6. März 1970 statt. Der Salto H-101 wurde hauptsächlich für den Segelkunstflug entwickelt, ist jedoch wegen seiner vergleichsweise guten Gleitzahl auch für den Streckenflug geeignet.

Entwicklungsgeschichte des Salto H-101

Hutter H 30Die Entwicklung des Salto reicht bis ins Jahr 1948 und einem Flugzeugentwurf von Wolfgang und Ulrich Hütter zurück, die bei Wolf Hirth unter anderem für die Entwicklung der berühmten Minimoa verantwortlich waren. Basis der Salto-Entwicklung bildet die Hütter H-30 (Bild rechts), die sehr deutliche optische Ähnlichkeiten mit dem Salto bzw. der H-301 Libelle aufweist. Ziel der Gebrüder Hütter bei der Entwicklung der H-30 war es, ein besonders leichtes Segelflugzeug in Holzbauweise herzustellen. Wegen Festigkeitsproblemen musste dieser Plan allerdings verworfen werden. Erst eine Kooperation von Ulrich Hütter und Eugen Hänle schien eine Realisierung des Projektes in greifbare Nähe rücken zu lassen. Da die beiden gemeinsam Erfahrungen im Umgang mit GFK gesammelt hatten, wollten sie diese in den Segelflugzeugbau einfließen lassen. Die H-30 wurde daraufhin in GFK-Balsa-Sandwich-Bauweise neu konzipiert und anschließend in den ersten sechs Ehejahren von Ursula und Eugen Hänle zunächst in Küche und Flur des eigenen Hauses und später in einer Werkstatt hergestellt. Parallel zur Fertigung und Entwicklung der H-30 bauten Hütter und Hänle die Firma Glasflügel auf. Aus den Erfahrungen mit der H-30 entstanden Flugzeuge wie die Glasflügel Libelle und später auch der Salto, wobei dieser die deutlichsten Ähnlichkeiten mit der H-30 aufweist. Ab 1970 baute Ursula Hänle gemeinsam mit Wolfgang Hütter in ihrer neuen Firma „Start + Flug GmbH Saulgau“ den Salto bis 1977 in Serie, wobei 67 Exemplare entstanden. Weitere fünf wurden in den Jahren 1993 bis 1996 bei LTB Frank & Waldenberger gefertigt, wodurch sich die Gesamtproduktion auf 72 Exemplare beläuft. Im Jahre 2007 übergab Ursula Hänle die Musterbetreuung an das Salto-Serviceteam. (Quelle: Wikipedia)                 Bild obern: Hütter H-30 

 
WIK Salto H-101

WIK Salto H 101 1Wie das Original war und ist auch das Modell Salto H-101 von WIK (Ing. Wilfried Klinger) eine Legende, ein absoluter Klassiker unter den Kunstflugseglern. Fast zeitgleich wie das Original kam auch das Modell von WIK in den frühen 1970er Jahren auf den Markt. Vom GfK-Rumpf gibt es zwei Versionen. Die erste Version wurde auch Spaghetti-Rumpf genannt, erkennbar an der GfK-Faserstruktur (kurze Fasern). Diesem Rumpf wird eine gewisse Bruchempfindlichkeit nachgesagt. Die zweite Version hat trotz seinem leichten gewicht ein gute Festigkeit, was sicher auch mit seinem verhältnismässig grossen Querschnitt zu tun hat.

Der WIK Salto läßt sich bei jeder Windstärke am Hang fliegen, ist wendig und recht gutmütig. Er kann auf sehr engen Raum geflogen werden. Für Kunstflug braucht er ein bisschen Fahrt. Also nicht aushungern lassen, die Fahrt mitnehmen, so lassen sich schöne Programme fliegen. Erstaunlich sind auch die Leistungen bei schwachen Bedingungen. Er steigt gut in der Thermik.

 

 

WIK Salto H 101 10

Spannweite: 2'300 mm
Länge: 1'080 mm
Tragflächeninhalt: 38.4 dm²
Leitwerkflächeninhalt: 5 dm² (projiziert)
Gewicht: ca. 1'530 g
Flächenbelastung: 39.8 g/dm²
Profil: E 393
RC-Funktionen:


Seiten- /Höhenruder (V-Leiterk)
Querruder
Schleppkupplung
Massstab: 1:6

 

Ideale Flächenbelastung

Aufgrund des doch recht hohen Rumpfquerschnitt des WIK H-101 Salto ist auch der Widerstand des Rumpfes eher hoch. Der Salto braucht also eine gewisse Flugmasse. Er will gern geflogen und dabei laufen gelassen weden. Andererseits wird die Flächenbelastung schnell einmal zu gross für ein gutmütiges Flugverhalten. Die ideale Flächenbelastung liegt bei ca. 40 - 45 g/dm² und somit bei einem Fluggewicht bei ca. 1'500 - 1'720 g.

Mein WIK Salto H-101 stammt aus dem Jahr 1973 und gehört somit zu den frühen Exemplaren. Er ist unrestauriert und gut erhalten. Gegenüber der ursprünglichen Variante befinden sich im Rumpf zwei Querruder-Servos und der mechanische Mischer für das V-Leitwerk ist durch den elektronischen V-Leitwerkmischer des Senders ersetzt. Alles andere ist im Originalzustand.

Ich besitze mehrere WIK Saltos. Einer davon befindet sich noch als Original-Bausatz in seiner Schachtel.
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Meine e
igene Form für den WIK Salto H-101 GFK-Rumpf

Meine Form für den GFK-Rumpf für den WIK Salto H-101 ist von einem WIK Original-Rumpf abgeformt. Die Form ist ebenfalls bereits einige Jahre oder Jahrzehnte alt. Sie ist jedoch nach wie vor in einem guten Zustand und lässt Rumpf-Nachbauten in guter Qualität zu. Ich verzichte dabei bewusst auf die Einfärbung des Deckschichtharz, damit der Rumpf quasi roh aus der Form kommt und ohne zusätzliches Gewicht in der Wunschfarbe gespritzt werden kann.

WIK Salto H 101 2Du möchtest Deinen eigenen WIK Salto H-101 komplett selbst bauen? 

Ich biete einen Workshop zum Selbstbau an. Das kannst Du:-).

Und das in der guten alten Machart vom GFK-Rumpf über die Rippenblöcke für Flügel und Leitwerke bis zur Bespannung mit Seide und der anschliessenden Lackierung. Dabei kannst Du eine ganze Menge alter und bewährter Techniken neu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank Udo Stunz und John Woodfield für Eure tollen Videos mit den WIK Salto H-101.

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