Cesi, Piccolo und Rüebliländer und Co.
Cesi
Mit einem Cesi, welchen ich von meinem älteren Bruder geerbt hatte, hat mich der Modellflugvirus in meiner frühen Kindheit infisziert. Und so war es um mich geschehen.
Wesentliche Teile meiner kindlichen Freizeit habe ich mit meinem ersten und geliebten Cesi verbracht. Bis er eines Tages auf dem Bachtel in grosser Höhe in einem Baum hängen blieb und so seine vermutlich ewige Ruhe fand. Später baute ich mehrere weitere Cesis und ein ungeöffneter Bausatz liegt noch heute wartend in einem Gestell auf seine Geburt.
Konstruiert wurde der Cesi von Fritz Sidler aus Wettingen. In der langen Firmengeschichte der Firma C. Streil & Cie. wurden über 150'000 Cesi's hergestellt und zu einem sehr grossen Teil an Schulen verkauft, wo sie im Werkunterricht gebaut und danach eingeflogen wurden. Der Cesi wurde so für eine beachtliche Anzahl schweizer Schüler quasi zu einem Schulfach.
Die Spannweite des Cesi beträgt 81cm
Piccolo
Ohne dem Cesi untreu zu werden, begann ich vom Piccolo zu träumen. Dieser etwas grössere A1-Segler mit geradem Flügel-Mittelteil und "Ohren" und seiner durchaus speziellen Formgebung war damals die logische Folge nach dem Einstieg mit dem Cesi. Er flog gut, der Piccolo. Ganze Nachmittage mit unzähligen Hochstarts und schönen Flugerlebnissen verbrachte ich mit meiner Schönheit aus Balsholz, Bespannpaier und Spannlack.
Konstruiert wurde der Piccolo, wie auch schon der Cesi, von Fritz Sidler aus Wettingen.
Die Spannweite des Piccolo beträgt 116cm
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Rüebliländer
Vom Rüebliländer konnte ich damals leider nur träumen. Diesen Traum des in meiner frühjugendlichen Vorstellung imposanten A2-Seglers mit seine eleganten Form, erschien mir unerfüllbar. Als ich gross genug war und ich mir das für die Erfüllung meines Traumes notwendig Taschengeld verdienen konnte. war der Bausatz des Rüebliländer bereits vergriffen. Erst als ich 60 Jahre alt war, habe ich ihn dann gefunden, den Rüebliläner-Bausatz der Frma C. Streil & Cie. in Zürich. Der Rüebliläner wurde im Aargau - daher der Name Rüebliläner - von Joseph Meyer aus Wohlen (Mitglied der MG Villmergen konstruiert.
Die Spannweite des Rüebliländer beträgt 183cm.
Bye-Bye und Flamingo
Die Modelle Bye-Bye und Flamingo fehlen mir noch in dieser Reihe der Modelle, welche durch die Firma C. Streil & Cie. hergestellt und vertrieben wurden.
Der Konstrukteur des By-Bye war ebenfalls Fritz Sidler aus Wettingen. Die Spannweite des Bye-Bye beträgt 163cm.
Der Flamingo war das letzte Modell dieser Reihe und war als moderner Ersatz des Piccolo gedacht. Er kam erst in den späten 70er Jahren dazu, weshalb er weniger bekannt und seltener ist. Die Zeit, in der im Werkunterricht der Schulen im gösseren Stil Freiflugmodelle gebaut und geflogen wurde, ging in diesen Jahren langsam zu Ende. In der Bauanleitung steht, dass der Flamingo als verbesserter Piccolo zu betrachten sei. Diese Bauanleitung trägt zusammen mit dem Bauplan das Druckdatum März 1977. Damit ist klar, dass Hanno Pfeiffers erste Prototypen des Flamingos vermutlich erst nach dem Hinschied von Fritz Sidler (1976) entstanden. Es begann die Zeit des Vergessens dieser wertvollen Modelle, die so manches Kinderherz höher schlagen liessen. Konstrukteur des Flamingo war Hanno Pfeiffer. Die Spannweite des Flamingo beträgt 134cm.
Für den Flamingo habe ich einen angefangenen und unvollständigen Bausatz, bei dem einige Flügelrippen auch schon abgbrochen sind. Doch der Bauplan und die Bauanleitung sind vorhanden, weshalb ausser der mangelnden Zeit dem Bau nichts im Wege steht.
Für den By-Bye bin ich auf der Suche nach einem Bausatz oder auch nur einem Bauplan und deshalb froh um jeden Tipp oder Hinweis.