Hegi Kalif

Hegi Kalif 7

Der Kalif von Hegi ist 1976 erstmals im Hegi-Katalog aufgetaucht. Ziel der Entwicklung und Konstruktion war ein Segelflugmodell, das alle Ansprüche in grösstmöglichem Umfang erfüllt und besonders den Kreis der Interessenten anspricht, die nicht nur Freude am Fliegen haben, sondern ihr Modell auch selbst bauen möchten. Dieser formschöne Segler weist zahlreiche technische Verbesserungen und neue Konstruktionsmerkmale auf, so zum Beispiel eine sichere Verriegelung der beiden Höhenleitwerkshälften, sowie ein Scharnier, welches den üblichen keliförmigen Spalt zwischen Rumpf und Leitwerk nicht mehr erscheinen lässt. Bei meinem HEGI Kalif wurde die blau gespritzte Kabinenhaube am unteren Rand mit einem silberen Schatten versehen. Ein damals verbreiteter Trick, um die Kabinenhaube auch bei bedecktem Himmel als von der Sonne beschienen erscheinen zu lassen. Der hochwertige Rumpf besteht aus GFK. Flügel und Leitwerke sind in Holm- und Rippenbauweise aus Holz ausgeführt.

 

Hegi Kalif 5

Spannweite: 3'000 mm
Länge: 1'438 mm
Gewicht: 1'996 g
Flügelflächeninhalt: 69.7 dm²
Höhenleitwerksinhalt: 9.3 dm²
Gesamtflächeninhalt: 79 dm²
Gesamtflächenbelastung: 25 g/dm²
RC-Funktionen:


Seitenruder
Höhenruder
Bremsklappen

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut zu erkennen das zu seiner Zeit innovative Leitwerk.


Über die Firma HEGI 

HEGI wurde 1948 von HErta GIrz und ihrem Ehemann Alexander gegründet. Zunächst wurden Plüschfiguren, Teddybären, Blechspielzeug u.ä. hergestellt und vertrieben, meist unter dem Namen Schuco. (Herta Girz war die Nichte des Schuco-Firmengründers, Alexander Girz Geschäftsführer dort.) Mit dem Eintritt von Wolfgang Sörgel, der diesen Bereich dann fast 20 Jahre leitete, wurde eine leistungsfähige Modellabteilung aufgebaut.

Schuco HegiDie Firma HEGI Modellbau in 92318 Neumarkt Deutschland gehörte von 1967 bis 1982 zu den wenigen Vollsortiment-Anbietern im RC-Modellbau. Neben Fernsteueranlagen, wie anfänglich den Tip-Anlagen von Metz und später der Microprop Sport als 4-Kanal-Proportionalanlage 1973, wurden auch die von Helmut Bernhard gefertigten Veco-Motor-Weiterentwicklungen HB20 etc. oft unter dem Firmennamen HEGI angeboten. Eine Reihe von Modellen von HEGI wie Frechdax, Spassvogel, Aladin, ASW 15 und die auf der Übersicht (in Englisch) abgebildeten Modelle gehören zu den unvergessenen Klassikern des Modellflugs.

Microporop Proportional 1973

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitweise bestand auch eine Kooperation mit der Firma Revell. Die Mutterfirma Schuco war durch Ausfall von Lieferanten 1976 ins Schleudern geraten und wurde verkauft. HEGI war davon mit betroffen. Revell ist kurze Zeit für HEGI eingesprungen. Die Modellabteilung wurde nach diesem Konkurs wieder etliche Jahre durch die Belegschaft weiter geführt.

2003 wurde der Name HEGI von D. Gräbner wiederbelebt und einige der Klassiker wurden neu aufgelegt. HEGI bot seine Modelle im Direktvertrieb über das Internet an, hat jedoch den Geschäftsbetrieb im Mai 2012 wieder eingestellt. (Quelle: wiki.rc-network.de)

 

Hegi Kalif 1

Ich bin stolzer Besitzer eines HEGI Kalif. Er verfügt über eine gegenüber den Bauplan geänderte einfache Trapezform der Flügel mit einer auf 3'150 mm vergrösserten Spannweite, welche das Modell noch etwas eleganter macht und gleichzeitig eine etwas grössere Streckung bewirkt. Das Modell fliegt ausserordentlich gut bei einem sehr angenehm gutmütigen Flugverhalten und gutem Steigen in der Thermik. Das schöne Flugbild meines Kalif macht aus jedem Flug einen Genussflug.

Hegi Kalif 4

In guter Gesellschaft: Vorne der Cumulus von Graupner und hinten der Kalif von HEGI. Zwei Modelle aus ungefähr derselben Zeit der 1970er Jahre.

Hegi Kalif 2

 Leitwerksträger und das damals moderne Leitwerk in der von Hand gezeichneten Explosionszeichnung.

HEGI Kalif Explosionszeichnung Leitwerk