Allrounder
Der Allrounder ist eine Konstruktion von Roland Schöni und geht auf die späten 1980er Jahre zurück. Der Allrounder ist - wie es sein Name schon sagt - ein Motor-Modell mit universellen Eigenschaften und Fähigkeiten. Er kann mit seinem einfachen und robusten Aufbau und je nach Motorisierung als Trainer, Schlepper, Huckepack-Schlepper oder eben auch als Schulungs-Modell für Lehrer-Schüler-Betrieb eingesetzt werden. Die Grösse und das äusserst gutmütige Flugverhalten lässt entspanntes Lernen zu.
Der Aufbau des Kastenrumpfs ist einfach, die Teilevielfalt klein. Die Leitwerke sind etwas aufwändiger, mit einer Leistengrundkonstruktion und oberer und unterer Beplankung aus Balsa, ausgeführt. Im Rohbau sind beide Flügelhälften mit ihrem rechteckigen Grundriss identisch und können für eine individuelle Spannweite zwischen 210 cm und 160 cm einfach eingekürzt werden. Natürlich müssen die Querruder entsprechend angepasst, beziehungsweise ausgeschnitten und verkastet werden.
Als Motorisierung eignen sich Verbrennungs-Motoren von 6.5 - 22 cm³ oder entsprechende Elektroantriebe.
Technische Daten:
Spannweite: | 160 cm - 210 cm |
Rumpflänge: | 120 cm |
Tragflächeninhalt: | 60 dm² |
Gewicht: | 3.6 Kg (mit vollem Tank) |
Flächenbelastung: | ca. 60 g/dm² |
Flügel-Profil: | Clark Y |
HLW-Profil: | Ebene Platte |
Motorisierung: |
Verbrenner von 6.5 cm³ bis 22 cm³ oder Elektroantriebe |
RC-Funktionen: |
Seitenruder Höhenruder Querruder Motordrossel Schleppkupplung Huckepackkupplung evtl. Kamera |
Mein Allrounder ist mit orange-rotem Papier bespannt. Vor dem Bespannen wurde der Flügel und das Höhenleitwerk mit zwei Porenfüller-Anstrichen und jeweiligem Zwischenschleifen für die Bespannung vorbereitet. Nach der Bespannung folgten zwei Anstriche mit verdünntem Spannlack. Danach habe ich die Kunstflugstreifen in der grünen Farbe aufgebracht. Zum Abschluss kam noch eine Schicht mit klarem PU-Bootslack drauf, was einen hochwertigen und ziemlich kratzfesten Finish ergibt. Das Modell sieht so edel aus. Der Aufwand hält sich in Grenzen. Ich habe alles mit einem Breitpinsel gemacht. Die Kabinenhaube stammt vom Kwik-Fly und macht sich gut auf der Rumpfabdeckung.
Beim Motor handelt es sich um einen preiswerten, jedoch zuverlässigen OS OS LA 46 Zweitaktmotor mit 7.45 cm³ Hubraum. Dieser mit Gleitlagern versehene Motor ist nicht für hohe Drehzahlen gemacht, weshalb er eine eher grosse Luftschraube 12 x 6 aus Holz antreibt. Die Masse dieser Luftschraube verleiht dem Motörchen einen seidenfeinen und zuverlässigen Lauf, auch in tiefen Drehzahlen.
Ich habe die Idee, den Allrounder in kleinen Serieen wieder aufleben zu lassen. Das hat er verdient.