Delmo Delta Robbe
Das Delmo Delta von Robbe stammt aus den 1980er Jahren. Es war damals sehr beliebt. Delmo heisst nichts anderes als DElta MOdell. Das Delmo hat, je nach Motorisierung, einen hohen Geschwindigkeitsbereich.
Spannweite: | 1'150 mm |
Länge: | 1'060 mm |
Antrieb: | Verbrennungsmotoren von 3.2 bis 10 cm³ |
Gewicht: | ca. 1'800 g |
Flächeninhalt: | 57 dm² |
Flächenbelastung: | ca. 32 g/dm² |
RC-Funktionen: |
Querruder / Höhenruder gemischt Seitenruder Motordrossel |
Die Vorgaben bei der Konstruktion des Delmo waren:
- Kleine Teilevielfalt
- Kompakte und bruchunempfindliche Struktur
- Schneller Aufbau ohne Helling
- Breite Motorisierungs-Varianten
- Gute Flugleistung- und Eigenschaften
- Gute Gleitfähigkeit
- Kunstflugfähigkeit
- Handstartfähigkeit
Ausgerüstet mit einem kleinen Verbrennungsmotor mit rund 3.5 cm³ Hubraum ist das Delmo beinahe anfängertauglich, also sehr gutmütig. Ausgerüstet mit einem 10 cm³ Motor und Reso-Rohr kann das Delmo äusserst rassant, fast jet-ähnlich, geflogen werden, was dann natürlich nicht mehr anfängertauglich ist.
Ich habe mein Delmo als alten, jedoch vollaständig intakten, Rohbau von einem Kollegen der MG-Rüttenen bekommen. Und sofort habe ich mich in das Modell verliebt. Entsprechend schnell ging es an seine Fertigstellung. Meine erste Idee war, es so einfach wie möglich und mit einem Elektro-Antrieb versehen, bald in die Luft zu bringen. Doch der Umstand, dass es zur Zeit seiner Konstruktion noch keine für dieses Modell geeigneten Elektro-Antriebe gab, bewirkten mein Umdenken. So durchsuchte ich meinen Motorenbestand und fand einen hübschen Saito FA-45 Viertakt-Motor mit 7.5 cm³ Hubraum. Dieser musste auf das Delmo, samt seinem 3-Blatt-Propeller. Doch jetzt war auch klar, dass mein Delmo zur Schonung des Propellers ein Fahrwerk braucht, was es als willkommener Nebeneffekt auch grad noch bodenstartfähig macht. Ich entschied mich für ein einfaches Bug-Einziehfahrwerk und je einem Spornrad an den beiden unteren Flügelseiten ohne Anlenkung. Damit das Modell am Boden manovierfähig ist, bekam es ein angelenktes Seitenruder.
Die Bespannung mit Seide macht aus der voluminösen Zelle einen Resonanzkörper, welcher den wunderschönen Viertakt-Sound zum Klingen bringt.
Bugfahrwerk eingefahren
Bugfahrwerk ausgefahren
Spornrad (davon hat es links und rechts je eines)
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Den bespannfertigen Rohbau habe ich, nach zweimaliger Grundierung mit Porenfüller und jeweiligem Zwischenschleifen, mit Seide und Spannlack bespannt. Danach folgten drei Anstriche mit verdünntem Spannlack. Das Farbfinish folgte mit polyuretanverstärktem, hochwertigen Kunstharzlack. Und das alles mit einem simplen 20 mm Flachpinsel. Die Spannung der Seide gibt der sonst schon robusten Zelle zusätzliche Festigkeit.
Mir gefällt gut, wie die Beplankung der Flügelnase durch die Spannung der Seide zwischen den Rippen leicht eindellt und den Retro-Charme untermalt.